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Weihnachtsfeier in der Aula

Geschichte

Die Grundschule am Burggraben gebaut 1889 - und noch heute als Schule genutzt

Aus dem Jubiläumsheft „100 Jahre Grundschule am Burggraben, Stade",
erschienen anläßlich der Festwoche vom 13.–18. November 1989.
Nach den Artikeln von Dr. J. Bohmbach und B. Weiß.

Schulbank









Schulbank

Der Anfang

Nach einer Planungs- und Bauzeit von 4 Jahren wird am 21.08.1889 die damalige Volksschule (später Volksschule I, heutige Grundschule am Burggraben) zwischen der Wallstraße und der Neubourgstraße eingeweiht. Die Feier findet im geschmückten Zeichensaal statt, in der Bürgermeister Neubourg die Festrede hält und dem ersten Schulleiter der Volksschule, Hauptlehrer Berghoff, den Schlüssel des Gebäudes auf einem seidenen Kissen überreicht.

Die Baukosten für das Hauptgebäude mit einer Nutzfläche von 675,5 qm betragen über 160.000,00 DM, davon knapp 20.000,00 DM für den Grunderwerb und gut 15.000,00 DM für Nebenanlagen und Inventar. Am 22.08.1889 beginnt für 544 Schüler in 9 Klassen der Unterricht im neuen Schulgebäude. Durch die kurze Zeit später stattfindende Vereinigung der Hohentorsvorstadt-Schule mit der Volksschule steigt die Schülerzahl auf 692 und die Klassenzahl auf 11 an. Dem Kollegium in dieser Anfangszeit gehören 11 Lehrkräfte an. Rechnerisch hat somit jede Klasse 64 Schüler. Tatsächlich gibt es Klassen mit 80 Kindern.

Turnhalle

Die Turnhalle existiert zu dieser Zeit noch nicht; sie wird erst im Sommer 1890 in Angriff genommen. Am 03.07.1891 ist der Bau fertiggestellt und er soll auch für besondere Feiern und Feste genutzt werden. In diesem Jahr wird generell das Mädchenturnen aufgenommen. Zunächst mit wöchentlich 2 Stunden für die oberen Mädchenklassen.

Lehrplan 1893

Im Jahre 1893 werden an der Volksschule 706 Kinder in 12 Klassen unterrichtet.
Für die Unterstufe sieht der Lehrplan 22 Wochenstunden vor:

4 Stunden Religion
11 Stunden Deutsch
4 Stunden Rechnen
1 Stunde Singen
2 Stunden Turnen u. Handarbeit

In den oberen Klassen sollen 30-32 Wochenstunden gegeben werden:

4 Stunden Religion
8 Stunden Deutsch
4 Stunden Rechnen
2 Stunden Raumlehre
2 Stunden Zeichnen
6-8 Stunden Sachunterricht
2 Stunden Singen
2 Stunden Turnen u. Handarbeit

Tafel

Anormal und ungewöhnlich

Im Herbst 1898 wird für Schulleiter Berghoff eine Abschiedsfeier in der Turnhalle veranstaltet. In seiner Abschiedsrede bezeichnet er die Entwicklung der Schule als „anormal und ungewöhnlich". Von 1882 bis 1898 seien die Schülerzahlen von 349 auf über 800 gestiegen. Zahlreiche Lehrerversetzungen und Klassenneubildungen hätten viel Unruhe in das Schulleben gebracht und er wünschte seiner Schule für die Zukunft mehr Stetigkeit in der Organisation und einen gleichmäßigen Schülerbestand, damit auch an dieser Schule, wie an anderen städtischen Volksschulen seit langen Jahren, Ruhe im Schulbetrieb einkehrt.

Leider erfüllt sich dieser Wunsch nicht, denn der Nachfolger, Hauptlehrer Windeler, muss wegen steigender Schülerzahlen einen Umbau beantragen, so dass aus der Wohnung des Hauptlehrers im Schulgebäude zwei neue Klassenräume werden. 1898 und 1899 werden diese fertiggestellt. Die Schule hat nun 15 Klassen. Ein Jahr später kommt die 16. Klasse hinzu.

Brausebadeinrichtung

1907 wird das Gebäude mit einer Zentralheizung ausgestattet. Zwei Jahre später, am 01.10.1909, erhält die Schule eine „Brausebadeinrichtung". Gebadet wird „jede Woche ohne Zwang". Zunächst können sich nur die Jungen mit dieser Einrichtung anfreunden, doch schon in der zweiten Woche nehmen auch die Mädchen am Baden teil. „Jedenfalls wird die Einrichtung für die Reinlichkeit, Ordnung und die Gesundheit der Kinder von großem Segen sein". Zu Ostern 1911 steigt die Zahl der Schüler auf 820, es muss eine 17. Klasse eingerichtet werden.

Rektor Windeler tritt nach 28,5 Jahren am 31.03.1927 in den Ruhestand. Mit Beginn des folgenden Jahres wird Lehrer Katt die Leitung der Schule übertragen. Ostern 1928 vollzieht sich eine größere Veränderung, denn die Volksschule II in Campe bezieht ein neues Schulgebäude und wird 12-klassig. Die Volksschule I gibt die Kinder aus der Hohentorsvorstadt ab.

SchulklasseFrl. Hansen mit einem 5. Schuljahr

Elektrifizierung, Werken und Hauswirtschaft

In den Osterferien 1928 wird das gesamte Schulgebäude I mit elektrischem Licht versehen. Ein Jahr später, am 01.04.1929, kommen die Kinder von der Hohenwedeler Schule zur Volksschule I, weil die Schule am Hohenwedel mit 35 Kindern und einem Lehrer aufgelöst wird.

Im Jahr 1931 wird der Werkunterricht eingeführt; 1938 kommt hauswirtschaftlicher Unterricht dazu.

Kaum Unterricht im Krieg

Die Auflösung der katholischen Schule am 31.03.1939 führt zur Eingliederung von Kindern und Lehrern in die Volksschule I. Während der 2. Weltkrieges gibt es sehr viel Unruhe im Schulbetrieb der Volksschule I. Zeitweise kommt der Unterricht gänzlich zum Erliegen, weil die Wehrmacht das Gebäude beschlagnahmt.

Schulleiter Katt wird am 01.07.1946 in den Ruhestand versetzt, Rektor Kolster übernimmt die Schulleitung vom 01.08.1946 bis 1949.

Steigende Schülerzahlen

In den Nachkriegsjahren ziehen viele Flüchtlinge in den Schulbezirk. Die Schülerzahlen steigen rapide. So gibt des beispielsweise im Jahr 1948 rund 2300 Schüler an der Volksschule I.

Am 01.10.1949 wurde Lehrer Stuhr zum Rektor der Volksschule I ernannt.

Die Verhältnisse bessern sich

Obwohl zu diesem Zeitpunkt die Volksschule III als selbständige Schule errichtet und ein Jahr später der Betrieb in der katholischen Schule wieder aufgenommen wird, verbessern sich die Verhältnisse an der Volksschule I erst mit dem Bau der Pestalozzi-Schule an der Thuner Straße im Jahre 1956. Aufgrund der neuen Einteilung der Schulbezirke werden 454 Kinder an die Pestalozzi-Schule abgegeben.

 Die ersten Schülerlotsen

Am 16.06.1955 wird erstmals an der Schule ein Schülerlotsendienst eingerichtet, und zwar beim Übergang über die Wallstraße an der Kreuzung Inselstraße. Jungen und Mädchen aus den 7. und 8. Klassen verrichten den Dienst bei Schulbeginn und Schulschluss. In den Herbstferien 1955 wird die Turnhalle durch 2 Anbauten nach der Wallstraße hin erweitert.


Text







Aus der Schulchronik vom August 1951


Neue Schulbezirke

Ostern 1960 findet erneut eine Umgruppierung der Stader Volksschulen statt, die ebenfalls eine Neueinteilung der Schulbezirke notwendig macht. Das Einzugsgebiet der Schule ist seitdem die gesamte Innenstadt mit Kehdingertorsvorstadt, Salztorsvorstadt und das Gebiet, das umgrenzt wird von Töpferstraße, Horststraße, Albert-Schweitzer-Straße und Bleichergang.

Ölheizung, Waschbecken und Pausenzeichen

Umfangreiche Renovierungsarbeiten stehen an: Die bisherige Koksfeuerung wird auf Ölfeuerung umgestellt, alle Klassenräume erhalten Waschbecken und Pausenzeichen, der Eingang von der Wallstraße wird entfernt, das Lehrerzimmer wird in den unteren Flur verlegt, das ehemalige Lehrerzimmer im 2. Stock wird zum Lehrmittelraum. Die gewölbten Flure erhalten Schalldämmplatten, die ganze Schule wird mit Neonröhren versehen und für den Hausmeister wird im Kellerbereich ein Arbeitszimmer eingerichtet.

Führungswechsel

Rektor Stuhr tritt am 31.03.1962 in den Ruhestand; die Schulleitung übernimmt Rektor Synowzik

Das 9. Schuljahr

Ostern 1962 wird in Niedersachsen verbindlich das 9. Schuljahr eingeführt. Dadurch entsteht ein noch größerer Lehrermangel, als ohnehin schon vorhanden ist und man versucht eine Besserung zu erzielen, indem man in Niedersachsen Hausfrauen mit Abitur in einem einjährigen Kursus zu "Aushilfslehrerinnnen" ausbildet. Der Volksschule I werden zu Ostern 1962 zwei Aushilfslehrerinnen zugewiesen. Trotzdem muss der Unterricht um 60 Stunden pro Woche gekürzt werden. In den Sommerferien 1962 wird im 2. Stockwerk ein Elternsprechzimmer ausgebaut. Die letzten Schulbänke werden entfernt und durch Stühle und Zweiertische ersetzt.

SchulhofAuf dem Schulhof

Schulreif?

Erstmals werden vor den Osterferien 1963 alle angemeldeten Schulanfänger auf ihre Schulreife hin getestet. Die Ergebnisse veranlassen die Stadt Stade, die Räume auf der Erleninsel (ehemals Umkleideräume der Badeanstalt) zu einem Schulkindergarten umzubauen. Am 1. September 1963 kann die neue Jugendleiterin, Frau Eriksen, dort mit der Schulung der noch nicht schulreifen Kinder beginnen. Insgesamt 25 Kinder aus dem Schulbezirk der Volksschule I und II besuchen diesen Schulkindergarten.

Abwanderung

Im Laufe des 2. Schulhalbjahres 1963/64 macht sich eine Abwanderung aus der Innenstadt in das Neubauviertel Hahle bemerkbar. Die Schülerzahl geht auf unter 500 zurück. Durch die Aufnahme aller Schüler der 9. Klasse aus den Schulen Wiepenkathen, Schölisch, Twielenfleth, Bassenfelth und der katholischen Volksschule steigt die Schülerzahl allerdings wieder an.

Der erste Elternsprechtag

Am 4. November 1966 gibt es an der Volksschule I zum ersten Mal einen Elternsprechtag. Alle Lehrkräfte stehen den Eltern für Einzelbesprechungen zur Verfügung.

Kurzschuljahr

1966/67 wird in Niedersachsen der Beginn des Schuljahres von Ostern auf Herbst verlegt. Erreicht wird dies durch 2 Kurzschuljahre. Das erste Kurzschuljahr endet am 30. November 1966, das zweite beginnt am 5. Dezember 1966 und läuft bis zu den Sommerferien 1967.

Veränderungen

Am 1. Januar 1970 wird der neue Hausmeister, Herr Hagenah, als Nachfolger von Herrn Bardowieck eingesetzt, der in Rente gegangen ist.

Am 28. Dezember 1971 brennt das Schulkindergarten-Gebäude auf der Erleninsel ab. Brandursache: wahrscheinlich Silvester-Knallkörper.

Die Grundschule am Burggraben wird zur Grundschule

Am 15. März 1973 wird die letzte Abschlussklasse der Volksschule I verabschiedet. Damit wird unsere Schule eine reine Grundschule. Ab jetzt bekommt sie offiziell die Bezeichnung "Grundschule am Burggraben"

Mit Beginn des Schuljahres 1973/74 gibt es folgende Klassen:
sechs 1. Klassen
vier 2. Klassen
vier 3. Klassen
drei 4. Klassen
eine Klasse im Schulkindergarten
eine Klasse für italienische Kinder

Druckknopf ersetzt Kelle

Da nun keine Schülerlotsen mehr zur Verfügung stehen, wird an der Kreuzung Wallstraße/Gründelstraße eine Druckknopfampel installiert.
Die Arbeiten zum Wiederaufbau des Schulkindergartens gehen zügig voran, so dass schon am 21. Mai 1973 die Schlüsselübergabe erfolgt.

Das erste Schulfest

Am 02. Juli 1974 wird in allen Räumen unserer Schule das erste Schulfest gefeiert.

Teer, Schnee, neue Schulform

In den Sommerferien 1975 bekommt der Schulhof eine neue Teerdecke. Dadurch kann auf dem Schulhof ein "Verkehrsübungsgarten" angelegt werden.

Vom 07. bis 10. Februar 1979 gibt es "Schneeferien". Ungewöhnlich starke Schneefälle bringen den gesamten Verkehr zum Stillstand und auswärtige Lehrer können die Schule nicht erreichen. Wer in der Nähe wohnt, muss bei der Schule Schnee schieben.

Mit Beginn des Schuljahres 1979/80 wechseln die Kinder nach dem 4. Schuljahr zum ersten Mal zu den neu eingeführten "Orientierungsstufen" Camper Höhe und Hohenwedel.

Führungswechsel

Rektor Synowzik tritt im Juli 1980 in den Ruhestand; Konrektor Weiß wird am 1. August 1981 zum neuen Schulleiter ernannt.

Europa an der Grundschule

In den Altbauwohnungen der Innenstadt und im Neubaugebiet des Altländer Viertels werden viele Sozialwohnungen von kinderreichen Familien bezogen. Ein bemerkenswerter Zugang von Ausländern ist in diesen Jahren in unserem Schulbezirk zu verzeichnen .
Für 12 italienische Kinder wird nachmittags Unterricht in italienischer Sprache erteilt.
27 Kinder erhalten türkischen muttersprachlichen Unterricht. Im Schuljahr 1981/82 wird eine Vorbereitungsklasse für türkische Kinder ohne Deutschkenntnisse eingerichtet.

Renovierungen

In den Jahren 1981 und 1983 werden jeweils 12 Fenster unserer Schule durch neue Fenster mit Isolierverglasung ersetzt.

Am 6. Januar 1984 wird der Schulkindergarten auf der Erleninsel erneut ein Opfer der Flammen. Nachdem Einbrecher nachts in einem Klassenraum Feuer legen, entsteht ein Schaden von über 400.000,-- DM. Nach einem halben Jahr Renovierungsarbeit kann das Gebäude wieder bezogen werden.

Eine wesentliche Verbesserung an unserer Schule entsteht dadurch, dass der Zugang zu den Jungentoiletten von außen in das Gebäude verlegt wird.

 Die Schule wird lebendiger

Auf dem Schulhof werden Tischtennisplatten und sechs "Pausenhofhäuschen" aufgestellt. Letztere sind von Schülern des "Berufsgrundbildungsjahres" der Berufsschule Stade angefertigt worden. Zur Wallstraße hin wird der Pausenhof jetzt durch eine Steinmauer begrenzt, die der starken Lärm- und Abgasbelästigung durch den Straßenverkehr entgegenwirkt. Eine weitere wertvolle Ergänzung der sinnvollen Pausengestaltung bringt die "Spielbude", die ebenfalls von den Berufsschülern hergestellt wird. Schüler der
4. Klassen händigen Spielgeräte wie Stelzen, Rollschuhe, Skateboards, Brettspiele, Bücher, Springseile usw. während der Pausen an die Kinder aus.
Auch der Sandbereich der Turnhalle wird neu gestaltet und auf der Asphaltfläche des Schulhofes werden "Hinkepottfiguren" aufgemalt. Alle Spielmöglichkeiten werden den ganzen Tag rege genutzt.

Neue Aula








So sieht man die neue Aula vom Schulhof aus.

Nachdem der eiserne Zaun auf der Burggrabenseite entrostet und neu gestrichen ist, werden an der Innenseite Blumenkästen angebracht und bepflanzt. Die nichtasphaltierten Wurzelbereiche um die großen Bäume herum werden mit Eisenbahnschwellen eingefasst und mit Rhododendronbüschen bepflanzt.

Die Turnhalle bekommt außer einem neuen Notausgang auch Heizkörperverkleidungen, Teppichbelag an den Stirnwänden, einen neuen Fußboden und einen Innenanstrich.

Vor dem Schuleingang werden mehrere Parkplätze für Lehrkräfte eingerichtet, die zwischen unserer Schule und der Schule im Altländer Viertel pendeln müssen und keine Zeit haben, öffentliche Parkplätze zu suchen.

Die Welt in der Grundschule

Wegen der großen Zahl ausländischen Schüler wird eine arbeitslose Lehrkraft über die Stadt Stade vom Arbeitsamt angefordert, die den Kindern bei der Anfertigung der Hausaufgaben behilflich ist.

Es wird in Zusammenarbeit mit deutschen und ausländischen Eltern ein Gesprächskreis gegründet, der helfen soll, Verständnis füreinander zu wecken und das Zusammenleben verschiedener Nationen zu erleichtern, denn mittlerweile liegt der Anteil ausländischer Schülerinnen und Schüler zeitweise bei über 30 % in einem Jahrgang; in manchen Klassen sogar bei 50 %. Die Anzahl ist in den letzten Jahren gesunken; die Zahl der Nationalitäten ist jedoch gestiegen. Kinder folgender Nationen besuchen zur Zeit unsere Schule: Äthiopien, Afghanistan, China, England, Griechenland, Iran, Italien, Jugoslawien, Libanon, Pakistan, Polen, Portugal, Spanien, Srilanka, Türkei, Uruguay, Venezuela und Vietnam.

Ein weiterer Gesprächskreis wird auf Anregung des Schulleiters aufgrund der hohen Anzahl (rund 90 Familien) alleinerziehender Familien in unserem Schulbezirk gebildet. Hier werden Erfahrungen ausgetauscht, Anregungen gegeben, Probleme diskutiert u.v.m..

Im Herbst 1988 kommen zahlreiche deutschstämmige Familien aus Polen und der UdSSR in die Bundesrepublik, so auch in den Landkreis Stade. Wegen der optimalen Lage der Grundschule am Burggraben wird hier eine "Zentrale Förderklasse" für deutschstämmige Kinder eingerichtet, die die deutsche Sprache nicht beherrschen. Die deutsche Lehrkraft - unterstützt von 2 Dolmetscherinnen - unterrichtet zur Zeit 53 Kinder (im Alter zwischen 6 und 18 Jahren) aus dem gesamten Landkreis in der Förderklasse. Damit der Kontakt zur Wohnortschule nicht abreißt, findet der Unterricht nur an bestimmten Wochentagen statt.

Schulaktionen

Seit 6 Jahren besteht die jährliche "Blütenwanderung", an der sich alle Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern und Angehörigen beteiligen können. Im Verlauf dieser Wanderung geht es auf dem Schwingedeich und dem Elbdeich bis nach Twielenfleth zu einem großen Platz direkt am Elbstrand, wo verschiedene Spiele und Attraktionen angeboten werden. Eine Rettungsrutsche der Stader Feuerwehr ist aufgebaut, Rundfahrten auf der Elbe mit den Rettungsbooten der DLRG, der Bundeswehr und der Feuerwehr werden angeboten, das Technische Hilfswerk unterstützt ebenfalls die Ausgestaltung dieses Nachmittages.
Zum abwechslungsreichen Programm tragen auch die Volkstänze und Lieder der verschiedenen Nationen bei und von Jahr zu Jahr wächst die Teilnehmerzahl.
Übrigens: der jüngste Teilnehmer an der Blütenwanderung war 4 Wochen alt; die älteste Teilnehmerin 78.

Hilfe und Beratung

Um die vielfältigen Probleme an unserer Schule besser bewältigen zu können, werden im Laufe der Jahre mehrere Psychologen bei uns eingesetzt, die in den Gesprächskreisen mithelfen, mit den Kindern Konzentrationsübungen durchführen und die Kinder, Eltern und Lehrer oft beraten. Keine andere Schule in Niedersachsen hat einen eigenen Psychologen.

Die Bücherei

Im oberen Stockwerk der Schule wird ein Klassenraum zu einer Bücherei umgebaut, die wegen der räumlichen Höhe von 4m zweistöckig angelegt wird. Hier werden - vor allem in der Weihnachtszeit - viele kleine Veranstaltungen durchgeführt.

Renovierung

Nach mehrjähriger Planung beginnen am 2. Januar 1989 die Bauarbeiten für eine Pausenhalle/Aula an unserer Schule, die rechtzeitig zur 100-Jahr-Feier fertig gestellt ist.

In den letzten Wochen wird der gesamte Sanitärbereich im Schulgebäude neu gestaltet. Alle Flure im Hauptgebäude werden neu gestrichen; die letzten alten Fenster werden durch Isolierverglasung ersetzt. Die Heizungsanlage wird von Öl- auf Gasbefeuerung umgestellt.

Ein neuer Hausmeister

Nach dem Tod von Herrn Hagenah tritt am 1. März 1989 Herr Matthiesen als Hausmeister seinen Dienst an der Grundschule am Burggraben an.

Einbruch

Während der Ferien im Sommer 1989 wird im Hauptgebäude der Schule eingebrochen, ein geringer Geldbetrag wird aus der Portokasse entwendet, der angerichtete Schaden beträgt aber 3.000,-- DM.

100 Jahre Grundschule am Burggraben

Der bekannte schwedische Künstler Hans Abrahamsson hat im Sommer 1989 ein Aquarell unserer Schule gemalt und es der Schule zum 100. Jubiläum übergeben. Anlässlich dieses Geburtstages wird vom 13. bis 18. November 1989 eine Festwoche veranstaltet.

Lernmittelfreiheit

Ab 1. August 1990 wird die schrittweise Lernmittelfreiheit in Niedersachsen eingeführt; das 1. Schuljahr erhält kostenlos Fibeln und Mathebücher.

Schulverein

Am 07.02.1994 wird der "Schulverein der Grundschule am Burggraben" gegründet.

Führungswechsel

Mit Wirkung vom 31. August 1994 wird Rektor Weiß aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt.

Fortsetzung folgt.